Gernot geht. Und zwar bald. Nach Tirol. Kommt dieser Schritt des in der Branche so geschätzten Tourismus-Profis, der seit 2005 die Geschicke der Wörthersee Tourismus GmbH lenkt, überraschend? Oder anders gefragt: Warum tauscht er (in Gottes Namen!) das südliche Seepromenadenflair Veldens gegen die wahrscheinlich sehr ländliche Beschaulichkeit Erpfendorfs? Eine Mutmaßung in 5 Thesen.
Der Alpe-Adria-Trail. Eine südlich-alpine Verneigung.
Google findet mit dem Suchbegriff “Garten Eden” natürlich ganz brav als Nr. 1 den Wikipedia-Treffer mit üppigen Erläuterungen zur Bedeutung in Antike, Kunst & Kultur (inklusive Adam & Eva). Gleich danach auf Platz 2 und 3 rangiert ganz frech das gleichnamige Tierheim aus dem Auenweg 102 in 9020 Klagenfurt. Schlussendlich zaubert die Suchmaschine aber doch noch den Treffer der hochoffiziellen kaernten.at zum Leitwanderweg-Projekt der nächsten Jahre auf den Screen. Und das Ranking wird sich hoffentlich bald optimieren. Nachdem Kärnten gemeinsam mit den Nachbarn Slowenien und Friaul-Julisch-Venetien am 7.3.2012 in Person des GF der Kärnten Werbung und im Rahmen der weltgrößten Tourismusmesse, der ITB in Berlin, endlich mal die südlich-alpine Wanderflagge zeigt, scheint die “profillose” Epoche am touristisch obligaten “Schnürschuh-Markt” Vergangenheit zu sein. Hallo, mehr Öffentlichkeit geht nicht, echt nicht!
Tags: bad kleinkirchheim, berge, destinationsmanagement, fremdenverkehr, garten eden, heinisch, hiking, kaernten, kleinkirchheim, marke, marketing, nockberge, oesterreich, paradiz, stefan heinisch, tourismus, tourismusmarketing, trail, trekking, wandern, weitwandern
Kärnten 2049. Etwas jenseits der Mindset-Matrix.
Ich bin wieder da! Und dieser Blogpost ist nicht nur die Fortsetzung der “Rebellion im psychosozialen Mindset”. Nein, ich schreite ganz mutig voran. Bin hungrig nach Erfahrung und wage einen schnurstracksgeraden Quantenblick in ferne Realitäten. Kärnten 2049. Die Parallelwelt. Jenseits der Mindset-Matrix. Josef, 89, sitzt auf einer einfachen Bank aus oberflächenbehandeltem Lärchenholz. Traurig und den Kopf tief nach vorne gekippt, wartet er regungslos in der überdachten E-Bus-Haltestelle auf das letzte Nachttaxi, das ihn zurück in die energieautarke Seniorenresidenz bringen wird, wo er seinen Lebensabend in Würde verbringen darf. EU-konforme LED-Leuchtkörper zeichnen eine subtil bizarre, aber sehr urban anmutende Atmosphäre in eine viel zu trockene Kärntner Landnacht.
Tags: alpeadria, bad kleinkirchheim, bergbahnen, berge, destination, destinationsmanagement, Dilemma, fremdenverkehr, heinisch, kaernten, kleinkirchheim, kresse, marke, marketing, nockalm, nockberge, oesterreich, online PR, reputationsmanagement, ski, stefan heinisch, stefanheinisch, tourismus, tourismusmarketing, winter, wirtschaft
Tom darf das. Eine Legendenillustration.
Es ist ein heißer, aber wenig spektakulärer Sommernachmittag. Dieser aber doch so epochale 28. Juli 1986. Ich bin 11 Jahre alt. Meine Mutter ist immer noch etwas in Sorge, da mein Naturdrang (also “draußen zu hause zu sein”) mein üppiges Freizeitleben bestimmt. Es ist das Jahr der radioaktiven Wolke von Tschernobyl, die jetzt schon 3 Monate hinter uns liegt, aber ihre besorgniseregenden Spuren in den Wäldern und auf den Wiesen des oberösterreichischen Alpenvorlands nachhaltig hinterlassen hat. Abseits dieser elterlichen Sorgen biegt der 19-jährige, hungrig-stöhnende Thomas Muster einen gewissen Herrn Hlasek in drei Sätzen und markiert in der nordholländischen Stadt Hilversum seinen ersten ATP-Titel. 43 sollten in den kommenden 11 Jahren noch folgen. Ein heroisches Legendenpflaster aus dem Stoff, aus dem meine Tennisträume sind. Wahrhaftig glückliches Österreich. Das könnte wohl auch ein Maier-Eberharter-Raich-Klon aus dem Genlabor nicht toppen. Gut so.
Tags: 1995, atp, french open, heinisch, hero, jugendtennis, kaernten, legende, muster, nationalheld, Nummer eins, oesterreich, roland garros, stefan heinisch, steiermark, tennis, thomas muster, tourismusmarketing
Die Unverschämtheit des Hansi H.
Mein persönliches Gedanken-Ratatouille zur Wirkung und Bedeutung des Schlager- und Merchandisingstars Hansi Hinterseer als Nächtigungsmessias für die Gamsstadt. Angefangen hat es so. Katharina Zierl schreibt am 24.8. in der Tiroler Tageszeitung erstmals über die unsichere Zukunft der Hinterseer-Tage in Kitzbühel (Anmerkung: Fanwanderung, zwei Konzerte im Tennisstadion und einiges mehr mit bis zu 12.000 Personen), da der von massenhaft deutschen Hausfrauen wie ein ewig blonder Messias verehrte Schlagersänger einfach mehr Geld will. Kurz gesagt: Anstatt € 350.000,-, die Herr H. und sein sommerliches Eventspektakel dem TVB Kitzbühel schon jetzt wert waren, gar € 500.000,-. Das wäre eine Steigerung von circa 43% und damit etwas mehr als knapp oberhalb einer gut gemeinten Indexanpassung in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Aber das ist sein gutes Recht. Denn der blonde Star ist schon seit langem zu einer Marke gereift und diese Begehrlichkeit brachte der “Servus Hansi Hinterseer GmbH” 2009 immerhin einen Bilanzgewinn in der Höhe von € 1,8 Millionen, wie der Trend in der Ausgabe 08/2011 im lesenswerten Special “Die neue Landlust” berichtete.
Tags: berge, fanwanderung, fremdenverkehr, hansi hinterseer, heinisch, hinterseer, kitzbuehel, marketing, oesterreich, schlager, sponsoring, stefan heinisch, testimonial, tirol, tourismus, tourismusmarketing
Familophil. Eine Urlaubsgeschichte.
Jens-Uwe, er wird so um die 40 sein, muss büßen. Aber warum nur? Er scheint der Typ Familienvater zu sein, der im trauten Heim (das in seinem Fall, d.h. dem Dialekt nach zu urteilen, wohl im Schwäbischen liegt) work-life bedingt, nur sehr wenig Zeit mit den Kindern verbringt. Und das wird ihm nun im Urlaub zum Verhängnis. Tapfer, aber auch hilflos versucht er seine zwei kleinen Raubtiere zu bändigen. Der eine, Luca (5) prüft mit dem Bobbycar (das ohne Zweifel nicht mehr so ganz mit seinem stämmigen Körperbau harmoniert) den Hotelgarten auf dessen Renntauglichkeit, was andere Familien nicht uneingeschränkt gut heißen, da er temperamentvoll unterwegs, keine Rücksicht auf kleinere Artgenossen zu nehmen scheint. Ein filigranes, blondes Mädchen (wo sind nur ihre Eltern!) rettet sich mit einem für ihr Alter sehr mutigen Satz gerade noch rechtzeitig vor dem vorbeirasenden “Nachwuchs-Vettel” in die Sandkiste, stolpert dann aber in ihren Mini-Crocs unglücklich und legt mit der süßen “Hello-Kitty-Jacke” stilvoll aber unfreiwillig einen lupenreinen Bauchfleck in die vom letzten Regen noch gut durchnässte Oberfläche. Auch wenn es erst kurz vor 11 Uhr ist, steht eines schon fest. Heute ist nicht Jens-Uwes bester Tag.
Tags: alpen, amiamo, berge, destination, familienhotel, familienurlaub, familotel, fremdenverkehr, gesine, heinisch, holidaycheck, jens-uwe, kids, kinderurlaub, linus, luca, oesterreich, porschehof, reisegeschichte, reisen, reputationsmanagement, salzburgerland, stefan heinisch, tourismus, urlaub, urlaub mit kindern, wirtschaft, zell am see
Pensieri Biscione. 01. In ritardo.
Die “Pensieri Biscione” finden immer dann statt, wenn sich die Atmosphäre rund um mich mit Alfa-Molekülen derart verdichtet, dass ein Blogpost (also das Niederschreiben dieser metaphysischen Konzentration) schlicht weg erzwungen wird. Oder: Eine fortlaufende Maßnahme zur Markenpflege des Cuore Sportivo.
2011 ist aus “alfistischer” Sicht schon ein schönes, weil befriedigendes Jahr. Der März ist gerade einmal ein paar Tage alt, als Alfa-Capo Harald Wester vor der gespannten Fachpresse im Rahmen des 81. Automobilsalons in Genf die Weltpremiere des 4C zelebriert. Was dort als atemberaubend schöne Studie präsentiert wurde, soll noch 2012 beim “Concessionario” stehen. Ca. € 45.000,- überflüssiges Kleingeld sollte man schon parat haben – für die Kampfansage gegen Audi TTS und Porsche Boxster. Darüber hinaus soll es die kleine Schwester des 8C auch “oben ohne” als Spider geben. Die IAA 2011 wird das Geheimnis lüften.
Tags: 100 Jahre Alfa Romeo, alfa, alfaromeo, auto, automobil, Autos, bella, biscione, casa di arese, fiat, giulietta, heinisch, Italien, italo car, macchina, marchionne, romeo, stefan heinisch, stefanheinisch, Uma Thurman
Elektronisches Kartenspiel (1)
Pokern unter Strom? Black Jack digital reloaded oder gar Siebzehn und Vier 2.0? Nein, hier dreht es sich nicht um das gesellschaftliche Kartenspiel, sondern um das Projekt einer elektronischen Gäste- bzw. Destinationscard. In meinem letzten Blogpost habe ich ja 3 Bereiche/Thesen skizziert, auf die sich – meiner Meinung nach – Destinationsmanager in ihrem Wirken konzentrieren sollten (zum Nachlesen bitte hier klicken). Und auch wenn ein derartiger Datenträger und Identifikationsschein (des Gastes) gar nicht neu, oder besser noch, so alt wie die analoge Gästemeldung selbst ist, möchte ich doch einen fluoreszierenden Blick auf Hintergründe, Motivation, Initiierungsprozesse und möglicherweise auftretendes Desinteresse werfen. Oder: Ein Plädoyer auf den Barcode.
Tags: bad kleinkirchheim, berge, destination, destinationscard, destinationsmanagement, elektronische gästekarte, fremdenverkehr, gästekarte, guestcard, heinisch, kaernten, kleinkirchheim, marke, marketing, nockberge, produktentwicklung, stefan heinisch, tourismus, tourismusmarketing

