Archiv für die Kategorie ‘Frischluftkultur’

Servus. Srecno. Ciao. Abschied auf Raten. 02.

6. März 2015

Family Fun am Osee “In Kärnten ist der Wurm drin”, schreiben Inge Baldinger und Alexander Purger in den Salzburger Nachrichten am Samstag, 28.2.2015. Die pointierte Einleitung – “Europa hat Probleme mit einem südlichen Mitgliedsland. Österreich auch” – und der nachfolgende Artikel zeigen mit dem Finger geradewegs dort hin, wo Kärnten selbst weiß, dass der Schuh ordentlich drückt. Und zwar anhand folgender Parameter: Die Quote der unehelich geborenen Kinder ist mit 53% klar Nr. 1 in Österreich, gleichfalls der Anteil der über 65-jährigen an der Gesamtbevölkerung mit fast 20% (2030 dann sogar 28%, wenn die Prognosen halten). Fazit: Kärnten ist überaltert und bricht überdurchschnittlich oft kirchliche Traditionen.


Servus. Srecno. Ciao. Abschied auf Raten. 01.

15. Februar 2015

FluchtwegIch und meine Frau wissen es seit Oktober, meine Vorgesetzten und meine MitarbeiterInnen seit 19. Dezember 2014 (erstere mit gut 10 Stunden Informationspolster auf letztere, die zwischen Haupt- und Nachspeise im Rahmen einer trotzdem gelungenen Firmenweihnachtsfeier auf der Eve Alps in den ungeschminkten Genuss der Tatsachen kamen. Sorry noch mal dafür). Die Fakten gibt’s hier noch mal zum Nachlesen: Kleine Zeitung & ORF Kärnten Online.

Aber was ist in Kärnten los? Ein Exodus unter den Regionsgeschäftsführern? Natürlich nicht, auch wenn heuer neben Bad Kleinkirchheim auch die Region Villach-Faakersee-Ossiachersee und der Weissensee eine Frischzellenkur auf der Position der Geschäftsführung durchlaufen werden. Aber nicht nur im Süden – Martin Zeppezauer verläßt nach 10 Jahren als Geschäftsführer die Gasteinertal Tourismus GmbH und wird Tiroler.


Konkurrenz belebt

25. April 2014

furtenbach-riccabona-wisser-AO&…meistens das Geschäft. Sagt man doch. Das dürfte somit auch auf den Tourismus und das Hotelgewerbe zutreffen, oder? Was aber, wenn eine Künstlergruppe für 30 Tage ein bestehendes 4*-Hotel nach neuen, anderen “Spielregeln” führt? Es zum Teil sogar räumlich adaptiert, atmosphärisch umkrempelt und neu definiert? Und all das mit sehr hohem Qualitätsanspruch. Das Beste überhaupt: Die Eigentümer dieses 100 Betten Hotels im Biosphärenpark Nockberge haben sogar zugestimmt. Anfangs natürlich skeptisch, aber schlußendlich doch freiwillig, lediglich mit der Unterstützung einer feinen Prise Überredungskunst der zukünftigen “Betreiber”.


Skifahren urban. Carven auf der Müllverbrennungsanlage.

23. Januar 2014

energy-copenhagen-waste-energy-plant-ski-slope-overview_70022_990x742Die spinnen, die Dänen! Skifahren mitten in Kopenhagen wird ab 2017 möglich sein. Und zwar auf einer 80 Meter hohen Müllverbrennungsanlage, die dann nicht nur eines der höchsten Gebäude in der dänischen Stadt sondern auch ein cooler 365-Tage-im-Jahr-Stadt-Aktiv-Berg sein wird. “Amager Bakke” heißt das schöne, urban-futuristisch gestylte Müllheizwerk (Investition ca. € 470 Mio.), an dem seit 2013 gebaut wird und das nach Inbetriebnahme schlußendlich 160.000 Haushalte heizen und Strom für weitere 63.000 Menschen “produzieren” wird. Aus dem eigenen Müll der Stadt. Mit modernster Filtertechnik für die Abluft. Cool ist auch, dass Kopenhagen bis 2025 CO2-neutral sein möchte, was die Stadtverwaltung u.a. zu diesem Projekt motiviert.

Die eigentliche Frage, die sich mir als Touristiker stellt, ist die Auswirkung derartiger Öko-Urbanparks (die Funktion des Aktiv-Bergs bzw. der Skipiste ist eingentlich “nur” ein freizeitwirtschaftlicher Nebeneffekt) auf den Skitourismus oder Aktivsport in den Alpen, wo die echten Skiberge mit hohem Kosten- & Energieaufwand wertschöpfungserhaltend und nicht immer ressourcenschonend winterfit gemacht und erhalten werden.


Spirowas? Ein Hotelkonzept am Prüfstand.

18. November 2012

IchbinjetztmaldaEin neues Hotel in der grünen Mark, das viel verspricht. “Zeit und Raum Zum Atem holen” oder “Das Hotel am Puls von Kultur und Natur”. Eine hoffentlich ernst gemeinte Ansage, denn oberflächlich-schöne und stilistisch gelungene Archtekturkonzepte mit erschreckend wenig Ideen-Tiefgang gibt es doch ausreichend in der Alpen-Hotellerie. Deshalb entscheide ich mich für einen November-Kurztest, nachdem das 4-Sterne Spirodom in Admont (gleich neben dem Benediktinerstift mit dem größten klösterlichen Bibliotheksaal der Welt!) seit kurzem seine Pforten für Ruhesuchende geöffnet hat und noch dazu mit Opening-Rabatten lockt.


Blog ist vorübergehend geschlossen.

15. Juli 2012

EinbahnMein Blog ist vorerst mal geschlossen. Aber es kommen ganz sicher auch wieder bessere Zeiten. Liebe Grüße, Stefan Heinisch.


Der Alpe-Adria-Trail. Eine südlich-alpine Verneigung.

6. März 2012

garten eden deluxeGoogle findet mit dem Suchbegriff “Garten Eden” natürlich ganz brav als Nr. 1 den Wikipedia-Treffer mit üppigen Erläuterungen zur Bedeutung in Antike, Kunst & Kultur (inklusive Adam & Eva). Gleich danach auf Platz 2 und 3 rangiert ganz frech das gleichnamige Tierheim aus dem Auenweg 102 in 9020 Klagenfurt. Schlussendlich zaubert die Suchmaschine aber doch noch den Treffer der hochoffiziellen kaernten.at zum Leitwanderweg-Projekt der nächsten Jahre auf den Screen. Und das Ranking wird sich hoffentlich bald optimieren. Nachdem Kärnten gemeinsam mit den Nachbarn Slowenien und Friaul-Julisch-Venetien am 7.3.2012 in Person des GF der Kärnten Werbung und im Rahmen der weltgrößten Tourismusmesse, der ITB in Berlin, endlich mal die südlich-alpine Wanderflagge zeigt, scheint die “profillose” Epoche am touristisch obligaten “Schnürschuh-Markt” Vergangenheit zu sein. Hallo, mehr Öffentlichkeit geht nicht, echt nicht!


Tom darf das. Eine Legendenillustration.

21. Oktober 2011

Thomas MusterEs ist ein heißer, aber wenig spektakulärer Sommernachmittag. Dieser aber doch so epochale 28. Juli 1986. Ich bin 11 Jahre alt. Meine Mutter ist immer noch etwas in Sorge, da mein Naturdrang (also “draußen zu hause zu sein”) mein üppiges Freizeitleben bestimmt. Es ist das Jahr der radioaktiven Wolke von Tschernobyl, die jetzt schon 3 Monate hinter uns liegt, aber ihre besorgniseregenden Spuren in den Wäldern und auf den Wiesen des oberösterreichischen Alpenvorlands nachhaltig hinterlassen hat. Abseits dieser elterlichen Sorgen biegt der 19-jährige, hungrig-stöhnende Thomas Muster einen gewissen Herrn Hlasek in drei Sätzen und markiert in der nordholländischen Stadt Hilversum seinen ersten ATP-Titel. 43 sollten in den kommenden 11 Jahren noch folgen. Ein heroisches Legendenpflaster aus dem Stoff, aus dem meine Tennisträume sind. Wahrhaftig glückliches Österreich. Das könnte wohl auch ein Maier-Eberharter-Raich-Klon aus dem Genlabor nicht toppen. Gut so.


Familophil. Eine Urlaubsgeschichte.

13. Juni 2011

Day 161 of 365 - Ring BearerJens-Uwe, er wird so um die 40 sein, muss büßen. Aber warum nur? Er scheint der Typ Familienvater zu sein, der im trauten Heim (das in seinem Fall, d.h. dem Dialekt nach zu urteilen, wohl im Schwäbischen liegt) work-life bedingt, nur sehr wenig Zeit mit den Kindern verbringt. Und das wird ihm nun im Urlaub zum Verhängnis. Tapfer, aber auch hilflos versucht er seine zwei kleinen Raubtiere zu bändigen. Der eine, Luca (5) prüft mit dem Bobbycar (das ohne Zweifel nicht mehr so ganz mit seinem stämmigen Körperbau harmoniert) den Hotelgarten auf dessen Renntauglichkeit, was andere Familien nicht uneingeschränkt gut heißen, da er temperamentvoll unterwegs, keine Rücksicht auf kleinere Artgenossen zu nehmen scheint. Ein filigranes, blondes Mädchen (wo sind nur ihre Eltern!) rettet sich mit einem für ihr Alter sehr mutigen Satz gerade noch rechtzeitig vor dem vorbeirasenden “Nachwuchs-Vettel” in die Sandkiste, stolpert dann aber in ihren Mini-Crocs unglücklich und legt mit der süßen “Hello-Kitty-Jacke” stilvoll aber unfreiwillig einen lupenreinen Bauchfleck in die vom letzten Regen noch gut durchnässte Oberfläche. Auch wenn es erst kurz vor 11 Uhr ist, steht eines schon fest. Heute ist nicht Jens-Uwes bester Tag.


Kärnten Radmarathon 2010: In den Reidn leidn

6. Juni 2010

DSC_0118Nachdem uns im letzten Jahr im Rahmen der Premiere des “Kärnten Radmarathon Bad Kleinkirchheim” Petrus oder besser gesagt Frau Holle persönlich die Fahrt über die Nockalmstrasse durch das spontane Verlegen eines weißen Teppichs zunichte gemacht hat, bestand im zweiten Jahr aber große Hoffnung auf die Erstbefahrung. Ein Erlebnisbericht.

Sonntag, 30.5.2010, 8:52 Uhr: Motiviert und frisch rasiert stehe ich mit den anderen 700 Startern neben dem Thermal Römerbad in Bad Kleinkirchheim und warte auf den Startschuss für die 106 Kilometer lange A-Strecke, auf der uns gut 2.150 Höhenmeter den Tag versüßen werden. Ein letzter Blick gen Himmel läßt erahnen, dass dieser Mai nicht als der trockenste der letzten Jahre in die Geschichte eingehen wird.