Mit ‘fremdenverkehr’ getaggte Artikel

Die Tourismus-Dorf AG kommt.

13. April 2015

Die neue WIR-KulturMag. Dr. Hartl (bloggender Geschäftsführer der ÖHT) hat mich am Wochenende mit seinem Beitrag auf dem tp-blog auf eine Idee gebracht. Er schreibt dort am 7. April über den Tourismus und die digitale Welt, Preistransparenz, Reiseblogs, die Tatsache, dass durch “digitale Helferlein” eh bald alles vermessen wird, aber auch über alternative Finanzierungsformen, wie dem “Crowdfunding”. Und dann ist da noch das Zukunftsinstitut, das in der lesenswerten Trend-Studie “Die neue WIR-Kultur“, den Aufbruch ins Zeitalter der Kollaboration sauber aufbereitet und auch graphisch schön abliefert.

Ich möchte aus diesem Innovations-Plastilin einen frischen Handlungsansatz für die Tourismuswirtschaft (v.a. in alpinen Dörfern) formen. Ich habe hier ja auch schon über den Verfall der “Verbandsstrukturen” oder die Frage “Wer braucht denn noch Intermediäre wie eben klassische Tourismusverbände es sind oder wie lange noch?” gebloggt und einige Thesen aufgestellt (zum Nachlesen: http://www.illustro.at/servus-srecno-ciao-abschied-auf-raten-01-stefan-heinisch-tourismus.htm).


Wann verdrängt der DCDO den Tourismusdirektor?

22. März 2015

noentrysymbolEin etablierter Markenstratege schockte seine Audience im Rahmen eines Smart Data Kongresses im Herbst 2013 in Wien mit folgender polarisierender Aussage: “Euch bzw. eure Position wird es in 5 bis 7 Jahren nicht mehr geben!” Eine scharf gewürzte Aussage, bedenkt man, dass “er” seinen Wohlstand auch den zu seinen Kunden zählenden Tourismusdirektoren zu verdanken hat, die damals nicht wußten, ob sie schmunzeln, wegschaun oder doch hektisch am Kaffee saugen müssen. Ich entschied mich für einen Grinser. Jedoch mit aufsteigener Existenzangst im Genick, das geb ich zu.


Servus. Srecno. Ciao. Abschied auf Raten. 01.

15. Februar 2015

FluchtwegIch und meine Frau wissen es seit Oktober, meine Vorgesetzten und meine MitarbeiterInnen seit 19. Dezember 2014 (erstere mit gut 10 Stunden Informationspolster auf letztere, die zwischen Haupt- und Nachspeise im Rahmen einer trotzdem gelungenen Firmenweihnachtsfeier auf der Eve Alps in den ungeschminkten Genuss der Tatsachen kamen. Sorry noch mal dafür). Die Fakten gibt’s hier noch mal zum Nachlesen: Kleine Zeitung & ORF Kärnten Online.

Aber was ist in Kärnten los? Ein Exodus unter den Regionsgeschäftsführern? Natürlich nicht, auch wenn heuer neben Bad Kleinkirchheim auch die Region Villach-Faakersee-Ossiachersee und der Weissensee eine Frischzellenkur auf der Position der Geschäftsführung durchlaufen werden. Aber nicht nur im Süden – Martin Zeppezauer verläßt nach 10 Jahren als Geschäftsführer die Gasteinertal Tourismus GmbH und wird Tiroler.


AO& macht Hotel. Und wie.

15. Mai 2014

spargel.jpgSeit gestern wirkt das aus regionaler Sicht ikonenhafte, skulpturale Hotel St. Oswald der Familie Scheriau, das so malerisch am Fuße des Biosphärenparks Nockberge liegt, irgendwie neu. Vor allem anders. Transformiert. Entschlackt (in Bezug auf Vorhänge, Mobiliar und Bilder). Und trotzdem sehr stilvoll. Gediegen. Lebhaft. Frisch. Jung und weltoffen. Nicht mehr ganz so ländlich-konservativ. Die Herren-Toilette im Hallenbad wird leise, aber konsequent mit dem Programm von Radio Slovenia beschallt. Ein gewollter Akt des Gesamt-Kunstwerks oder einfach nur Zufall? Keine Ahnung. Kunstkompetenzdilemma.


Konkurrenz belebt

25. April 2014

furtenbach-riccabona-wisser-AO&…meistens das Geschäft. Sagt man doch. Das dürfte somit auch auf den Tourismus und das Hotelgewerbe zutreffen, oder? Was aber, wenn eine Künstlergruppe für 30 Tage ein bestehendes 4*-Hotel nach neuen, anderen “Spielregeln” führt? Es zum Teil sogar räumlich adaptiert, atmosphärisch umkrempelt und neu definiert? Und all das mit sehr hohem Qualitätsanspruch. Das Beste überhaupt: Die Eigentümer dieses 100 Betten Hotels im Biosphärenpark Nockberge haben sogar zugestimmt. Anfangs natürlich skeptisch, aber schlußendlich doch freiwillig, lediglich mit der Unterstützung einer feinen Prise Überredungskunst der zukünftigen “Betreiber”.


Skifahren urban. Carven auf der Müllverbrennungsanlage.

23. Januar 2014

energy-copenhagen-waste-energy-plant-ski-slope-overview_70022_990x742Die spinnen, die Dänen! Skifahren mitten in Kopenhagen wird ab 2017 möglich sein. Und zwar auf einer 80 Meter hohen Müllverbrennungsanlage, die dann nicht nur eines der höchsten Gebäude in der dänischen Stadt sondern auch ein cooler 365-Tage-im-Jahr-Stadt-Aktiv-Berg sein wird. “Amager Bakke” heißt das schöne, urban-futuristisch gestylte Müllheizwerk (Investition ca. € 470 Mio.), an dem seit 2013 gebaut wird und das nach Inbetriebnahme schlußendlich 160.000 Haushalte heizen und Strom für weitere 63.000 Menschen “produzieren” wird. Aus dem eigenen Müll der Stadt. Mit modernster Filtertechnik für die Abluft. Cool ist auch, dass Kopenhagen bis 2025 CO2-neutral sein möchte, was die Stadtverwaltung u.a. zu diesem Projekt motiviert.

Die eigentliche Frage, die sich mir als Touristiker stellt, ist die Auswirkung derartiger Öko-Urbanparks (die Funktion des Aktiv-Bergs bzw. der Skipiste ist eingentlich “nur” ein freizeitwirtschaftlicher Nebeneffekt) auf den Skitourismus oder Aktivsport in den Alpen, wo die echten Skiberge mit hohem Kosten- & Energieaufwand wertschöpfungserhaltend und nicht immer ressourcenschonend winterfit gemacht und erhalten werden.


Spirowas? Ein Hotelkonzept am Prüfstand.

18. November 2012

IchbinjetztmaldaEin neues Hotel in der grünen Mark, das viel verspricht. “Zeit und Raum Zum Atem holen” oder “Das Hotel am Puls von Kultur und Natur”. Eine hoffentlich ernst gemeinte Ansage, denn oberflächlich-schöne und stilistisch gelungene Archtekturkonzepte mit erschreckend wenig Ideen-Tiefgang gibt es doch ausreichend in der Alpen-Hotellerie. Deshalb entscheide ich mich für einen November-Kurztest, nachdem das 4-Sterne Spirodom in Admont (gleich neben dem Benediktinerstift mit dem größten klösterlichen Bibliotheksaal der Welt!) seit kurzem seine Pforten für Ruhesuchende geöffnet hat und noch dazu mit Opening-Rabatten lockt.


Bye Bye Mr. Lakeboy

11. April 2012

Gernot am SeeGernot geht. Und zwar bald. Nach Tirol. Kommt dieser Schritt des in der Branche so geschätzten Tourismus-Profis, der seit 2005 die Geschicke der Wörthersee Tourismus GmbH lenkt, überraschend? Oder anders gefragt: Warum tauscht er (in Gottes Namen!) das südliche Seepromenadenflair Veldens gegen die wahrscheinlich sehr ländliche Beschaulichkeit Erpfendorfs? Eine Mutmaßung in 5 Thesen.


Der Alpe-Adria-Trail. Eine südlich-alpine Verneigung.

6. März 2012

garten eden deluxeGoogle findet mit dem Suchbegriff “Garten Eden” natürlich ganz brav als Nr. 1 den Wikipedia-Treffer mit üppigen Erläuterungen zur Bedeutung in Antike, Kunst & Kultur (inklusive Adam & Eva). Gleich danach auf Platz 2 und 3 rangiert ganz frech das gleichnamige Tierheim aus dem Auenweg 102 in 9020 Klagenfurt. Schlussendlich zaubert die Suchmaschine aber doch noch den Treffer der hochoffiziellen kaernten.at zum Leitwanderweg-Projekt der nächsten Jahre auf den Screen. Und das Ranking wird sich hoffentlich bald optimieren. Nachdem Kärnten gemeinsam mit den Nachbarn Slowenien und Friaul-Julisch-Venetien am 7.3.2012 in Person des GF der Kärnten Werbung und im Rahmen der weltgrößten Tourismusmesse, der ITB in Berlin, endlich mal die südlich-alpine Wanderflagge zeigt, scheint die “profillose” Epoche am touristisch obligaten “Schnürschuh-Markt” Vergangenheit zu sein. Hallo, mehr Öffentlichkeit geht nicht, echt nicht!


Kärnten 2049. Etwas jenseits der Mindset-Matrix.

28. Februar 2012

kurz vor dem Winter des LebensIch bin wieder da! Und dieser Blogpost ist nicht nur die Fortsetzung der “Rebellion im psychosozialen Mindset”. Nein, ich schreite ganz mutig voran. Bin hungrig nach Erfahrung und wage einen schnurstracksgeraden Quantenblick in ferne Realitäten. Kärnten 2049. Die Parallelwelt. Jenseits der Mindset-Matrix. Josef, 89, sitzt auf einer einfachen Bank aus oberflächenbehandeltem Lärchenholz. Traurig und den Kopf tief nach vorne gekippt, wartet er regungslos in der überdachten E-Bus-Haltestelle auf das letzte Nachttaxi, das ihn zurück in die energieautarke Seniorenresidenz bringen wird, wo er seinen Lebensabend in Würde verbringen darf. EU-konforme LED-Leuchtkörper zeichnen eine subtil bizarre, aber sehr urban anmutende Atmosphäre in eine viel zu trockene Kärntner Landnacht.