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Skifahren urban. Carven auf der Müllverbrennungsanlage.

23. Januar 2014

energy-copenhagen-waste-energy-plant-ski-slope-overview_70022_990x742Die spinnen, die Dänen! Skifahren mitten in Kopenhagen wird ab 2017 möglich sein. Und zwar auf einer 80 Meter hohen Müllverbrennungsanlage, die dann nicht nur eines der höchsten Gebäude in der dänischen Stadt sondern auch ein cooler 365-Tage-im-Jahr-Stadt-Aktiv-Berg sein wird. “Amager Bakke” heißt das schöne, urban-futuristisch gestylte Müllheizwerk (Investition ca. € 470 Mio.), an dem seit 2013 gebaut wird und das nach Inbetriebnahme schlußendlich 160.000 Haushalte heizen und Strom für weitere 63.000 Menschen “produzieren” wird. Aus dem eigenen Müll der Stadt. Mit modernster Filtertechnik für die Abluft. Cool ist auch, dass Kopenhagen bis 2025 CO2-neutral sein möchte, was die Stadtverwaltung u.a. zu diesem Projekt motiviert.

Die eigentliche Frage, die sich mir als Touristiker stellt, ist die Auswirkung derartiger Öko-Urbanparks (die Funktion des Aktiv-Bergs bzw. der Skipiste ist eingentlich “nur” ein freizeitwirtschaftlicher Nebeneffekt) auf den Skitourismus oder Aktivsport in den Alpen, wo die echten Skiberge mit hohem Kosten- & Energieaufwand wertschöpfungserhaltend und nicht immer ressourcenschonend winterfit gemacht und erhalten werden.


Liftkaiser & Bartgeier

9. November 2010

Piz Val Gronda, IschglAnfang November und eine zarte Schneedecke bedeckt bereits das Kirchheimer Tal. Schön, aber auch noch sehr zeitig und v.a. viel zu früh, um einen groovigen Wintermarketing-Freudentanz auf den Büroteppich zu legen. Was bleibt ist die Hoffnung auf ähnliche Verhältnisse Anfang Dezember, eben dann, wenn wir das weiße Gold für den touristischen Vorweihnachtsfrieden wirklich brauchen. Während die “Winterantennen” in den mittleren alpinen Höhen der Nockberge noch eingefahren sind, tobt im Salzburger und Tiroler Land (wieder mal) ein heftiger Streit um Liftprojekte und Zusammenschlüsse von Skiregionen, die getrieben vom Ertragshunger einzelner Bergbahnen-Vorstände und panikartig flüchtend vor dem drohenden Klimawandel, in immer höher gelegene und somit sensiblere Naturzonen vordringen (müssen). Konkret: Die Erschließung des Piz Val Gronda bei Ischgl (Samnaungruppe) und der erneute Anlauf Sportgastein über das Schareck mit dem Kärntner Mölltaler Gletscher zu verbinden. Ein Polarisierungsversuch.