Mit ‘tirol’ getaggte Artikel

Bye Bye Mr. Lakeboy

11. April 2012

Gernot am SeeGernot geht. Und zwar bald. Nach Tirol. Kommt dieser Schritt des in der Branche so geschätzten Tourismus-Profis, der seit 2005 die Geschicke der Wörthersee Tourismus GmbH lenkt, überraschend? Oder anders gefragt: Warum tauscht er (in Gottes Namen!) das südliche Seepromenadenflair Veldens gegen die wahrscheinlich sehr ländliche Beschaulichkeit Erpfendorfs? Eine Mutmaßung in 5 Thesen.


Die Unverschämtheit des Hansi H.

5. September 2011

Hansi HinterseerMein persönliches Gedanken-Ratatouille zur Wirkung und Bedeutung des Schlager- und Merchandisingstars Hansi Hinterseer als Nächtigungsmessias für die Gamsstadt. Angefangen hat es so. Katharina Zierl schreibt am 24.8. in der Tiroler Tageszeitung erstmals über die unsichere Zukunft der Hinterseer-Tage in Kitzbühel (Anmerkung: Fanwanderung, zwei Konzerte im Tennisstadion und einiges mehr mit bis zu 12.000 Personen), da der von massenhaft deutschen Hausfrauen wie ein ewig blonder Messias verehrte Schlagersänger einfach mehr Geld will. Kurz gesagt: Anstatt € 350.000,-, die Herr H. und sein sommerliches Eventspektakel dem TVB Kitzbühel schon jetzt wert waren, gar € 500.000,-. Das wäre eine Steigerung von circa 43% und damit etwas mehr als knapp oberhalb einer gut gemeinten Indexanpassung in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Aber das ist sein gutes Recht. Denn der blonde Star ist schon seit langem zu einer Marke gereift und diese Begehrlichkeit brachte der “Servus Hansi Hinterseer GmbH” 2009 immerhin einen Bilanzgewinn in der Höhe von € 1,8 Millionen, wie der Trend in der Ausgabe 08/2011 im lesenswerten Special “Die neue Landlust” berichtete.


Liftkaiser & Bartgeier

9. November 2010

Piz Val Gronda, IschglAnfang November und eine zarte Schneedecke bedeckt bereits das Kirchheimer Tal. Schön, aber auch noch sehr zeitig und v.a. viel zu früh, um einen groovigen Wintermarketing-Freudentanz auf den Büroteppich zu legen. Was bleibt ist die Hoffnung auf ähnliche Verhältnisse Anfang Dezember, eben dann, wenn wir das weiße Gold für den touristischen Vorweihnachtsfrieden wirklich brauchen. Während die “Winterantennen” in den mittleren alpinen Höhen der Nockberge noch eingefahren sind, tobt im Salzburger und Tiroler Land (wieder mal) ein heftiger Streit um Liftprojekte und Zusammenschlüsse von Skiregionen, die getrieben vom Ertragshunger einzelner Bergbahnen-Vorstände und panikartig flüchtend vor dem drohenden Klimawandel, in immer höher gelegene und somit sensiblere Naturzonen vordringen (müssen). Konkret: Die Erschließung des Piz Val Gronda bei Ischgl (Samnaungruppe) und der erneute Anlauf Sportgastein über das Schareck mit dem Kärntner Mölltaler Gletscher zu verbinden. Ein Polarisierungsversuch.